Mandragola

Machiavelli hat ein Stück geschrieben, in dem diesem berüchtigten Aphrodisiakum die Rolle der mächtigen Liebeszauberin zukommt. Denn natürlich geht es in Machiavellis Komödie wie in seinen politischen Schriften um Machtspiele und Täuschungen.
In dem Stück wird Mandragola eingesetzt, um die Männer wieder mächtig und die Frau wieder willig zu machen. Wobei es längst nicht nur um die Macht der Quacksalber oder der Wissenschaft geht, sondern um die universellen Symbole der Macht: Sex, Gold und Image. Das in diesem zweckrationalen Handlungskosmos für moralische Bedenken kein Platz bleibt, ist nicht weiter verwunderlich. Und so erzhählt Machiavelli auch keine neue Geschichte, sondern beleuchtet vielmehr die bitter-ironischen Seiten des nie endenden Reigens von Macht und Ohnmacht.

Callimaco begehrt die schöne tugendhafte Lucrezia, die Frau des Rechtsgelehrten Nicia Calfucci. Mit Hilfe seines Dieners Siro heckt Callimaco einen hinterlistigen Plan aus, wie man(n) die fromme Lucrezia zu seiner Mätresse machen könnte. Ligurio, der Schmarotzer menschlicher Schicksale, hat die rettende IIdee und bringt mit dem Zaubertrank eine Verwechslungskomödie in Gang. Der Trank wird Calfucci als Garant für den ersehnten Erben verkauft und so kann das Spiel beginnen, an dessen Ende ein von sich selbst gehörnter Ehemann und ein befriedigter Lebemann stehen.

Die Personen und ihre Darsteller

Callimaco Thomas Pammer
 Siro Sophia Ithaler
Messer Nicia Robert Tesar
Lucrezia Sarah Ithaler
Sostrata Maria Pfeifer
Ligurio Toni Ithaler
Fra Timoteo Michael Kriendlhofer
Beichtfrau Maria Pfeifer
Aufführungen im Gemeindesaal in Sinabelkirchen
Premiere: Samstag 11.11.2006 19.30h
Sonntag 12.11.2006 18.00h
Mittwoch 15.11.2006 19.30h
Freitag 17.11.2006 19.30h
Samstag 18.11.2006 19.30h
Sonntag 19.11.2006 18.00h

Sie können ab 04.11.06 in der Zeit von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0664-514-80-83 einen Sitzplatz reservieren! Reservierungen gelten bis 15 min. vor Beginn der Vorstellung!

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